Ein Schaugarten der besonderen Art

Schloss Dyck ist eines der wenigen erhaltenen, verwunschenen Wasserschlösser, welches sich seit 900 Jahren im Familienbesitz befindet und heute von einer Stiftung geleitet wird.
 Seit der Landes-Gartenschau, die 2002 auf Schloss Dyck in Jüchen bei Düsseldorf stattfand, ist der Schlosspark mit den angrenzenden Ländereien ein wahrer Besuchermagnet. Zu diesem Anlass wurden im Park seinerzeit diverse Themengärten angelegt, in denen Besucher auch heute noch die Gelegenheit haben, Anregungen für den eigenen Garten zu sammeln. So werden alljährlich über 300.000 Besucher in den Parkanlagen und insbesondere den famosen Themengärten gezählt. Ein Teil dieser Flächen, unter anderem die große Tulpenwiese, wurde inzwischen auf andere Flächen umgesiedelt oder teilweise gar aufgelöst, um Platz für Neues zu schaffen – Platz für den neuen Schaugarten „Ost trifft West“.

Nachfolgend können Sie die Entstehung meines aktuellsten Projektes, dem Schaugarten „Ost trifft West“ auf Schloss Dyck verfolgen. Von der Idee, der Konzeption, Auswahl der Pflanzen und Steine, der Positionierung dieser Elemente, Gestaltung der Anlage, Begleitung der Ausführung – alles aus einer Hand.

Ein etwas anderes Gesamtkunstwerk.

Dieses Projekt finanzierte sich ausschließlich mit Spendenbeiträgen, dazu gehören insbesondere die Bäume, gesponsert von der Baumschule von Ehren und der Hilfe der „Schloss Dyck – Stiftung“. Da alle Steine von RWE – Braunkohle und die Bäume von LvE gespendet wurden, konnte ich nicht immer auf deren Schönheit, Größe, Beschaffenheit oder Habitus in diesem Maße Einfluss nehmen, wie ich es sonst bei der Wahl der Materialien für die Gärten meiner Kunden akribisch praktiziere. So war ich bei der Gestaltung dieses Gartens einigen ganz besonderen Herausforderungen ausgesetzt und musste auch mal einen Materialmix akzeptieren, was ich sonst nie tun würde – insbesondere bei der Größe und Wuchsform der Bäume waren auch mal kleinere Kompromisse notwendig. Improvisieren war angesagt. Dennoch, mit all diesen unüblichen Gegebenheiten und der unkonventionellen Realisierung, wurde der Garten zu einem Veith – Garten der besonderen Art. Er verbindet wahrlich „Ost mit West“.

Bei der Gestaltung orientiere ich mich an die Gegebenheit, dem Umfeld, dem Schlosspark, einem bereits bestehenden Bambushain, den Ansprüchen der Besucher, der Nutzbarkeit und der klassischen Gartengestaltung aus der Zeit der fürstlichen Familie Metternich – einem englischen Landschaftspark – all dies galt es mit den gestalterischen Inspirationen der japanischen Gartengestaltung zu vereinen. Eine besondere Herausforderung hierbei war es, dass der Garten nicht zu fremdartig anmutet. Somit entstand ein harmonischer Mix, der nicht befremdend auf den Betrachter und Besucher wirkt. Haben die neuen Bäume erst einmal die von mir gewünschte Höhe und den Habitus erreicht, dann entsteht ein harmonischer und fast fließender Übergang von dem neu geschaffenen Besuchermagneten, dem Garten „Ost trifft West“ und der traditionellen, englischen Parkanlage.

Der Garten ist seit Juni 2018 zur Besichtigung zugänglich – seine wahre Schönheit, wird er sicherlich erst in einem Jahr entfalten. Dann sind die prachtvollen, solitären Bäume und Gartenbonsai angewachsen, das Moos begrünt den Boden, die Azaleen blühen und mit etwas Glück ist bis dahin ein Sponsor für das noch fehlende japanische Teehaus gefunden.

Viel Spaß bei der Besichtigung oder beim Träumen, hier auf meiner Webseite.

Projektfotos:

  • Domaine Jaegerthal s.a.r.l
  • Für die gute Zusammenarbeit und für das Überlassen einiger Fotos danke ich meinem jungen Team: Kai Faust, Martina Heims

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